Unser Ausflug nach Genf

CERN, Am 07.04.17 um 8 Uhr morgens begann unsere Klassenfahrt nach Genf. Mit drei Autos und unseren Betreuern Frau Steiner, Frau Lay und Herr Nowarra fuhren wir etwa viereinhalb Stunden bis wir schließlich im CERN (=European Organization for Nuclear Research) in Genf ankamen. 

Kontrollzentrum des LHCs

Kontrollzentrum des LHCs

Synchro-Zyklotron

Gebäude der UNO von außen

Die Klasse vor der Decke des Konferenzsaals

Da unsere Führung erst später begann, hatten wir Zeit eine Ausstellung, im ”Globus der Wissenschaft und Innovation”, welche sich mit dem Urknall und der Entstehung von Teilchen sowie dem LHD (=Large Hadron Collider) beschäftigte.

Unsere Führung begann im Besucherzentrum mit einem Vortrag. Zunächst wurde in einem Einführungsfilm CERN vorgestellt. Die Abkürzung CERN steht im Deutschen für Europäischer Kernforschungsrat. 

Das Aufgabengebiet des CERN ist vor allem Grundlagenforschung. Dabei werden aber hauptsächlich Forschungsräume und –anlagen vermittelt. Dies geschieht als internationale Kollaboration. 

Seit ihrer Gründung kann die Organisation bereits große Erfolge verbuchen. So konnten beispielsweise Quarks und Leptonen nachgewiesen werden. Außerdem wurde 2009 das Higgs-Bosom zum ersten Mal nachgewiesen und seit dem etwa 16.000-mal erzeugt. Zudem ist es gelungen aus erzeugten Anti-Protonen und Anti-Elektronen Anti-Wasserstoff-Atome zu erzeugen. Auch sehr interessant ist, dass Zustände bis zu 0,000000000001 (10-11) Sekunden nach dem Urknall simuliert und gemessen werden können. Außerdem hat das World Wide Web seinen Ursprung im CERN. 

Anwendung finden Erkenntnisse aus dieser Forschung zum Beispiel in der Medizin, wo sie zur Krebsbehandlung (als Ionentherapie) zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Internet heutzutage von mehr als drei Milliarden Menschen genutzt. 

In der Zukunft wird im CERN vor allem mit dem Ziel folgende Fragen zu beantworten geforscht werden: 

Was ist dunkle Materie?

Warum haben Teilchen Masse?

Gibt es mehr als 3 Dimensionen und wie sehen diese aus?

Nach diesem Einführungsfilm und –Vortrag ging es weiter in einem anderen Gebäude. In diesem wurde uns ein 3D-Film gezeigt, in  welchem es zunächst um den ”Atlas”, einen riesigen Detektor im LHC ging. Dieser soll helfen herauszufinden welchen Ursprung und welche Zukunft unser Universum hat. Der Atlas-Detektor wiegt etwa 7000 Tonnen (Das entspricht dem Gewicht des Eiffelturms) und besteht aus Teilen, die überall auf der Welt hergestellt und in Genf zusammengesetzt wurden.  

Der Detektor funktioniert wie eine extrem gute Kamera und macht etwa 400 Millionen Bilder pro Sekunde. Dabei werden etwa 40 Millionen Kollisionen von Wasserstoffatomen pro Messung aufgezeichnet, welche in einer Computerfarm ausgewertet werden. Dabei werden zunächst die riesigen Datenmengen gefiltert und nur die ”interessanten” Messungen behalten. Teils befindet sich diese Computerfarm sogar in Budapest und ist nur mit einer Glasfaserleitung mit dem CERN verbunden.

Nach dem Film ging es für uns weiter ins Kontrollzentrum des LHCs. Von diesem waren wir nur durch eine Scheibe getrennt. Die Kontrolle des LHCs erfordert viel Personal. Beispielsweise muss immer eine Person die eingehenden Daten beaufsichtigen und jeder Detektor hat ebenfalls eine eigene ”Aufsichtsperson”. Außerdem überwacht eine Person ständig, ob mit den anderen Mitarbeitern alles stimmt.   

Anschließend machten wir eine ”Zeitreise” in die Vergangenheit des CERNs und insbesondere der Teilchenbeschleuniger. Beispielsweise sahen wir den ersten Teilchenbeschleuniger, das Synchro-Zyklotron, welcher 1957 gebaut wurde und bis 1990 im Betrieb war. Dieser misst nur wenige Meter im Durchmesser. Der heute moderne LHC dagegen hat einen Durchmesser von etwa 8,5 Kilometer. 

Nachdem unsere Führung beendet war hatten wir noch etwas Freizeit, welche die meisten nutzten, indem sie sich die Stadt anschauten. 

UNO

Am nächsten Tag besuchten wir nachmittags den Standort der UNO (=United Nations) in Genf. In diesem wird im Gegensatz zum Hauptsitz in New York größtenteils über humanitäre Themen gesprochen. Unsere Führung begann nachmittags im Inneren des abgezäunten Geländes. Zuvor mussten wir jedoch durch die flughafenähnlichen Sicherheitskontrollen.   

Während der Führung besuchten wir verschiedene Konferenzräume und erfuhren mehr über die Geschichte dieser Räume und die Themen die in ihnen besprochen werden. So ist einer der Säle ein Geschenk von Spanien an die UNO. In diesem Konferenzraum wird über Menschenrechte und Flüchtlingsfragen diskutiert. Besonders schön ist die Decke des Raumes, welche von einem Kunstwerk von Miquel Barcelo bedeckt wird. Dieses besteht aus riesigen bunten Korallen. 

Es wurde uns ebenfalls viel über die Arbeit der UNO und deren Probleme erzählt. So erfuhren wir auch, dass die Organisation sehr unter dem gekürzten Budget leidet und damit zum Beispiel Probleme bei der Flüchtlingshilfe hat. 

Auch wurden uns interessante Fakten und Geschichten über die UNO erzählt. Beispielsweise übergibt jedes Land der UNO ein Geschenk, welches dann in den Räumen der Vereinten Nationen ”ausgestellt” werden. 

Wir danken dem Förderverein für die freundliche Unterstützung der Exkursion.