So unterhaltsam und dabei zugleich lehrreich kann Chemie sein.

Die Naturwissenschaftlich-Technischen Akademie (NTA) in Isny zeigte bei der zehnten Fortbildung für Lehrer und Schüler allgemeinbildender Schulen Versuche am laufenden Band – mit viel Feuer-, Knall,- und Aha-Effekten.

Eines von 31 chemischen Experimenten für die Teilnehmer an der Lehrerfortbildung „Chemie begeistert“ der NTA Isny. In der ersten Reihe Mitte links sitzt Geschäftsführer Nils Helle-Meyer, rechts Wilhelm Fux. Foto: Jeanette Löschberger

Der große Hörsaal war fast bis auf den letzten Platz belegt mit 33 Lehrkräften und rund 250 Schülern aus Baden-Württemberg und Bayern, Nils Helle-Meyer, der scheidende Geschäftsführer, konnte Interessierte aus vielen benachbarten Landkreisen begrüßen: „Wir zeigen Ihnen heute, was die NTA Isny im Bereich integrierte Berufsausbildung bieten kann und freuen uns über den regen Zuspruch“.

Durch den Nachmittag unter dem Motto „Chemie begeistert“, führte Prof. Dr. Gerd Bouchon als Moderator. Er betonte, wie wichtig es ihm sei, Versuche zu zeigen, die im schulischen Unterricht gut durchführbar und dabei effektvoll sind. An die Lehrkräfte richtet er die Botschaft: „Ich möchte in Ihrem Unterricht Chemie erlebbar machen“, wobei er auch ein weiteres Ziel verfolgte: den mitgereisten Schülern die NTA im Anschluss an ihre Schulzeit als Ausbildungsstätte schmackhaft zu machen.

Was offensichtlich bei vielen auf Begeisterung stieß, denn nach jedem Versuch wurde begeistert geklatscht. Auch die gezückten Handys verrieten, dass mancher Schüler sich die Versuche wohl gerne noch einmal in Ruhe zu Hause anschauen möchte. Der Nachmittag, den Buchon zusammen mit Diplom-Ingenieur Jürgen Nowarra vorbereitet hatte, bot jedenfalls ein volles Programm: Ein Versuch, meist verbunden mit viel Rauchentwicklung, jagte den nächsten; jedoch nicht ohne jeweils eine kurz gefasste Hintergrunderklärung für den Unterricht. Als Assistenten hatte Nowarra seine Schüler und Studenten der NTA mit eingespannt, die in den weißen Laborkitteln und mit Schutzbrillen eifrig Versuchsanordnungen aufbauten und die Experimente mit so phantasievollen Namen wie „Al Capone, Silberspiegel, Unterwasserfackel, Tischbrand, Elefantenzahnpasta oder Olympisches Feuer“ durchführten.

Bei letzterem durfte ein Lehrer aus Überlingen Flammen auf seinem Händen tanzen lassen. Und zum Abschluss ließ die Isnyer Feuerwehr im Hof noch weitere und weitaus größere Feuer mit Knall und Rauch entstehen.

Die Resonanz auf die Einladung sei in diesem Jahr erneut hervorragend gewesen, äußerte sich Geschäftsführer Helle-Meyer hinterher erfreut. Sollte die Anzahl der Anmeldungen für diese Fortbildungen weiter steigen, kündigt er an, dass die NTA plane, sie zweimal im Jahr anzubieten.

Quelle: SZ vom 17.11.2017
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