Semester-Eröffnungsvortrag an der nta Isny

Prof. Dr. Eduard Heindl war der Einladung nach Isny gefolgt und referierte vor den mehr als 200 neuen Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden über ein hochaktuelles Thema: die Energiespeicherung für die globale Energiewende. 

Prof. Dr. Eduard Heindl

Prof. Dr. Eduard Heindl

Der offizielle Schul- und Hochschulbetrieb an der Naturwissenschaftlich-technischen Akademie nta wurde gleich mit einem hochrangigen Gastvortrag eröffnet. 

Eingeführt wurde er vom Rektor der Isnyer Hochschule, Prof. Grillenberger, als leuchtendes Beispiel „was aus einem nta Absolventen alles werden kann“. Heindls akademische Laufbahn begann nämlich in Isny, zunächst mit einer Ausbildung zum Physikalisch-technischen Assistenten gefolgt von einem Physik-Studium an der nta. Heute ist er Professor an der Hochschule Furtwangen und forscht an neuen Technologien zur Speicherung regenerativer Energie, um diese auch dann verfügbar zu machen, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht. Er stellte den von ihm entwickelten Lageenergiespeicher als ökologische Alternative zu den heute bereits betriebenen Pumpspeicherkraftwerken vor. Dessen Prinzip beruht auf dem hydraulischen Anheben einer großen Felsmasse. Dabei wird mit elektrischen Pumpen, wie sie bereits heute in Pumpspeicherkraftwerken eingesetzt werden, Wasser unter einen beweglichen Felskolben gepumpt, der sich dadurch nach oben hebt. In Zeiten mangelnder erneuerbarer Stromerzeugung wird das durch die Felsmasse unter hohem Druck stehende Wasser wie bei einem normalen Wasserkraftwerk durch eine Turbine geleitet und mit einem Generator Strom erzeugt. Gigantisch sind dabei die Dimensionen des Felskolbens: mit einem Durchmesser von 250 Metern und einer Tiefe von über 300 Metern sollen Speicherkapazitäten erreicht werden, die mit den größten heute verfügbaren Pumpspeicherkraftwerken konkurrieren können.