„Studieren wo andere Urlaub machen“ - dieses Motto der nta wollten die Schülerinnen und Schüler des 9. Berufskollegs Biotechnologischer Assistent im Rahmen einer Exkursion mit Frau Steiner und Prof. Wiesinger auf seinen Wahrheitsgehalt untersuchen. Und los ging’s am 14. Juli in die Adelegg, das „finstere Herz des Allgäus“, nur 15 Fahrminuten von der Akademie entfernt.
Aber finster war es ganz sicher nicht, als die BioTAs an einem der heißesten Tage des Jahres bei wolkenlosem Himmel in Schmidsfelden ankamen. Und schon war das „Studieren“ dran. Schmidsfelden ist ein liebevoll wieder zum Leben erwecktes Glasmacherdorf aus dem 19. Jahrhundert, mit einem Museum und einem mächtigem (und erstaunlich kühlen) Hüttengebäude, in dem seit wenigen Jahren ein Glasmacher demonstriert, wie man den Werkstoff Glas bearbeiten und formen kann. Das faszinierte die BioTAs, gehen sie doch selbst jeden Tag mit Glasgefäßen, -pipetten und -elektroden um. Und so nebenbei lernten sie die chemischen Grundstoffe kennen, die zur Glasherstellung benötigt werden, Quarz und Kalk aus der Eschach, notwendig für die Glasöfen war aber auch das Holz aus der waldreichen Adelegg.
Im ehemaligen Glasmagazin des Dorfes gab es anschließend in einer Ausstellung des Umweltkreises Leutkirch Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt der Adelegg und ihre ökologischen Probleme. Dann wanderten wir los auf dem Glasmacherweg, über Berg und Tal hinauf ins bayerische Kreuzthal. Fast war es zu heiß, um bei den zahlreichen Informationstafeln am Wegrand zu verweilen und so weitere Stätten der 300 Jahre lang blühenden Glasmacherei in der Adelegg kennenzulernen. Nach einer langen Vesperpause unter einer schattenspendenden Kastanie erschien der Rückweg viel kürzer, und am Ende gab es zur Belohnung ein erfrischendes Fußbad in der (eis)kalten Eschach.
Ein paar Minuten ging’s dann mit dem Auto die Eschach entlang zu einer anderen wieder zum Leben erweckten Stätte, der alten Bauernwirtschaft Rössle-Haselburg. Im wunderschönen Biergarten klang dort der Tag aus, mit einem kühlen Radler oder Apfelschorle und einem Abendessen nach LandZunge-Manier, mit Zutaten also ausschließlich aus der Region. Und weil wir uns beim Förderverein der nta für einen Zuschuss zu den Eintrittsgeldern in Schmidsfelden bedanken können, reichte das Geld für noch ein Apfelschorle, und vielleicht noch eines, und ... schließlich sind wir wieder alle gut in Isny angekommen.
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