Volles Haus bei Isnyer PTA-Fortbildungstagen

Bereits 38-jährige Tradition haben die Fortbildungstage für Pharmazeutisch-technische Assistenten, die die nta Isny im Isnyer Kurhaus veranstaltet hat. 

Das PTA-Berufskolleg der nta war vor fast 40 Jahren der erste Anbieter überhaupt für einen großen Fortbildungskongress speziell für PTA. Mittlerweile sind die Isnyer PTA-Fortbildungstage zu einer festen Größe geworden im Kalender der Apothekenmitarbeiter. 

Mehr als 120 (zumeist) Frauen reisten Mitte November nach Isny, um sich über das wichtige Thema der Infektionskrankheiten zu informieren. Hochrangige Referenten berichteten zwei Tage lang über neueste Forschungsergebnisse. Vor allem die zunehmende Resistenzentwicklung von Krankheitserregern gegenüber den vorhandenen Antibiotika stellt ein ernstzunehmendes Problem in der Behandlung von Infektionskrankheiten dar. Deshalb hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Resistenzproblematik unlängst zur „globalen Gesundheitskrise“ erklärt. Die Bundesregierung hatte bereits im Mai die neue Deutsche Antibiotikaresistenz-Strategie (Dart 2020) verabschiedet, mit der vor allem der richtige Umgang mit Antibiotika und die Erforschung neuer Wirkstoffe gefördert werden soll.

Ein weiteres Thema, das von dem Leiter der Tübinger Tropenklinik, Dr. Johannes Schäfer, vorgestellt wurde, beschäftigte sich mit der weltweiten Ausbreitung von Krankheitsepidemien wie z.B. dem großen Ebola-Ausbruch in Westafrika, der monatelang auch unsere Pressemeldungen gefüllt hat. Vor allem durch die fortschreitende Globalisierung und die zunehmende Reisetätigkeit können sich heute Krankheitserreger schneller denn je über den Globus ausbreiten. „Binnen weniger als 30 Stunden ist heute jeder Flugplatz der Welt zu erreichen“ erklärte der Referent. Damit erreichen auch früher regional eng begrenzte tropische Infektionskrankheiten binnen kürzester Zeit Europa und stellen uns vor neue, bisher ungeahnte Herausforderungen.